Strategischer Ausbau der Vertriebskanäle
- Aufbau einer dedizierten Einheit für Marketing und Vertrieb der NeoOil P5-Anlagen
- Strukturierter Ausbau der Vertriebsorganisation sowie Internationalisierung der Projektpipeline bis 2028
Geschäftsbericht 2025
Skalierung: Die nächste Stufe im Geschäftsaufbau
2025 stand für enespa die operative Umsetzung im Zentrum. Es ging nicht mehr nur darum, was wir können — sondern darum, was wir im Markt tatsächlich umsetzen.
Nach einer Phase intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit, in der wir die technologischen Grundlagen für unser Angebot im Bereich Advanced Recycling geschaffen und unsere internationale Ausrichtung vorangetrieben haben, war uns von Anfang an bewusst: Dieser Prozess ist mit erheblichen Investitionen verbunden und verläuft nicht immer linear.
Verzögerungen bei einzelnen Projekten haben dazu geführt, dass sich vertraglich vereinbarte Zahlungen verschoben haben und Einnahmen später als geplant realisiert werden. Gleichzeitig haben wir gezielt in den Aufbau unseres Anlagenbaus, in Partnerschaften und in Vertriebsstrukturen investiert. Das negative Jahresergebnis ist vor diesem Hintergrund Ausdruck dieser Aufbauphase — und Teil des bewusst gewählten Weges.
In Brasilien und Australien haben wir erste Prototypenanlagen in Betrieb genommen und gezeigt, dass unsere Technologie nicht nur im Labor, sondern unter realen Bedingungen funktioniert. In Finnland haben wir gemeinsam mit unserem Partner PlastEco Ltd. mit dem Aufbau einer Referenzanlage für den europäischen Markt begonnen. In den USA ist es uns trotz des Zollstreits gelungen, eine erste NeoOil P5-Anlage nach Texas auszuliefern.
Wenn ich auf das Jahr 2025 zurückblicke, sehe ich vor allem eines: Wir sind auf dem eingeschlagenen Weg unbeirrt vorangeschritten. Vielleicht nicht immer mit dem Tempo, das wir uns ursprünglich vorgenommen hatten — dafür mit dem Fokus auf Substanz, Qualität und nachhaltigen Geschäftsaufbau.

Cyrill Hugi, Gründer, Verwaltungsratspräsident und CEO (bis 30.06.2026).
Fünf Felder, in denen das Berichtsjahr messbare Fortschritte gebracht hat.
Die Ergebnisbelastung 2025 kommt nicht aus schwacher Nachfrage oder technologischen Defiziten, sondern aus zeitlichen Verschiebungen der Umsatzrealisierung und anlaufbedingten Skalierungskosten.
Das wirtschaftliche Umfeld war 2025 von anhaltender Unsicherheit, geopolitischen Spannungen, Handelskonflikten und verhaltener globaler Investitionstätigkeit geprägt. Investitionen in Infrastruktur- und Nachhaltigkeitstechnologien wurden in zahlreichen Märkten zeitlich verschoben.
Gleichzeitig besteht unverändert ein strukturell wachsender Bedarf an Lösungen für die Kreislaufwirtschaft. Regulatorische Entwicklungen und ESG-getriebene Investitionsstrategien stützen diese langfristige Nachfragebasis. Kurzfristig führten verlängerte Entscheidungs- und Finanzierungsprozesse jedoch zu Verschiebungen von Aufträgen.
Mehrere Grossprojekte konnten nicht wie geplant in den produktiven Betrieb überführt werden, was Vertragszahlungen und Umsatzerlöse in künftige Perioden verschob. In einzelnen Projekten kam es zu erhöhten Investitions- und Implementierungsaufwendungen über dem geplanten Budgetrahmen.
Das negative Geschäftsergebnis ist vor dem Hintergrund der fortgesetzten Aufbau- und Skalierungsphase zu beurteilen. Weiterhin besteht erheblicher Investitionsbedarf in Industrialisierung, Anlagenbau, Zertifizierung und internationalen Marktausbau.
Die Technologieplattform kann hingegen als weitgehend validiert betrachtet werden und ist in mehreren Märkten im Einsatz. Die Projektpipeline ist breit diversifiziert und umfasst mehrere internationale Grossprojekte in unterschiedlichen Entwicklungsstadien.
Vor dem Hintergrund der Projektpipeline, der technologischen Reife und der zunehmenden internationalen Marktdurchdringung beurteilt der Verwaltungsrat die mittelfristigen Perspektiven weiterhin positiv. enespa geht davon aus, dass die verschobenen Projekte in den Folgejahren schrittweise in die operative Umsetzung und Umsatzrealisierung überführt werden.
Mit der europäischen Verpackungsverordnung hat die EU einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft unternommen. Sie schafft zusätzliche regulatorische Klarheit zu Recyclingfähigkeit, Rezyklatanteilen und Stoffkreisläufen. Chemisches Recycling wird dabei zunehmend als möglicher ergänzender Bestandteil künftiger Recyclingstrukturen berücksichtigt. Offen bleiben Detailfragen zu Massenbilanzierung, Zertifizierungsstandards und regulatorischer Anrechenbarkeit.
Zahlreiche US-Bundesstaaten haben gesetzliche Regelungen geschaffen, die bestimmte chemische Recyclingverfahren — darunter Pyrolyseprozesse — von klassischen Abfallbehandlungsanlagen abgrenzen und stärker als industrielle Fertigungsprozesse einordnen. Daraus dürften sich Vorteile bei Genehmigungsverfahren und beim Zugang zu industriebezogenen Förder- und Finanzierungsinstrumenten ergeben. Die Anforderungen unterscheiden sich weiterhin zwischen den Bundesstaaten.
Von der Forschungsanlage in Rio de Janeiro bis zum Sechser-Auftrag in Grossbritannien.
Mit «Puma» hat enespa 2025 den operativen Markteintritt in den USA vorbereitet. Das erste Grossprojekt mit EcoCyclic dient als Blaupause für weitere Standorte im Partner-/Rollout-Modell. Ziel ist es, vorsortierte Polyolefin-Abfälle mittels Pyrolyse in zertifiziertes Pyrolyseöl umzuwandeln, das in Raffinerien weiterverarbeitet werden kann. Ein wichtiger Meilenstein war die ISCC+-Zertifizierung als Voraussetzung für die Abnahme durch Offtaker.
Florida markiert die nächste Entwicklungsstufe der US-Strategie: eine integrierte, skalierbare Wertschöpfungskette von der Rohstoffsicherung über die Aufbereitung bis zur industriellen Pyrolyse — mit Fokus auf landwirtschaftliche Kunststoffabfälle. 2025 stand die Projektierung im Zentrum, inklusive Schritte zur Rohstoffbasis (Recyclinghof/Feedstock-Hub). Für die Finanzierung werden verschiedene Optionen geprüft, etwa die Ausgabe eines Municipality Bonds.
Mit Auslieferung und Inbetriebnahme der Forschungs- und Entwicklungsanlage P1 an die Universität Rio de Janeiro hat enespa 2025 die wissenschaftliche Basis und Validierungskompetenz für die Pyrolysetechnologie ausgebaut — mit Blick auf einen möglichen Technologierollout im bevölkerungsreichsten Land Südamerikas. Die Zusammenarbeit mit COPPE und Petrobras schafft ein belastbares Umfeld.
Der Auftrag von Nexergy ist ein zentraler kommerzieller Meilenstein und belegt die steigende Marktnachfrage sowie das Vertrauen in Technologie und Lieferfähigkeit von enespa. Ende 2025 wurde das Vertragswerk von beiden Parteien unterzeichnet: Planung, Lieferung und Inbetriebnahme von sechs P5-Anlagen für einen industriellen Kunden in Grossbritannien. Beim Nexergy-Besuch in Finnland wurde die Technical Due Diligence erfolgreich abgeschlossen.
«Karhu» ist enespas europäische Referenzanlage und dient als Showcase für künftige Projektentwicklungen. 2025 wurden Lieferung, Installation und Genehmigungsverfahren massgeblich vorangetrieben; zudem wurde die ISCC+-Zertifizierung für den Standort erreicht. Nach Erhalt der Betriebsgenehmigung im Februar 2026 folgt die erstmalige Inbetriebnahme.
Gemeinsam mit dem Partner Fueltec wurde 2025 die Beteiligung an einem bestehenden Recyclingunternehmen in Tanger vorbereitet, um den Markteintritt über eine bereits operative Plattform zu beschleunigen und kurzfristig einen direkten Umsatzbeitrag zu ermöglichen. Der Standort in der Freihandelszone Tanger bietet attraktive Rahmenbedingungen.
«Plastoil» erweitert die internationale Präsenz von enespa und stärkt die Position als Technologiepartner ausserhalb der Kernmärkte. Ausgangspunkt war die bereits 2024 ausgelieferte F&E-Anlage, für die zunächst die infrastrukturellen Voraussetzungen beim Kunden geschaffen werden mussten. 2025 wurde die mechanische Aufstellung umgesetzt und das Projekt planmässig in die nächste Phase überführt.



Anlagenbau und Advanced Recycling im Kern, AdBlue® und Ölveredelung als wiederkehrende Ertragsquellen, Forschung und Entwicklung als Grundlage.
2025 hat die enespa Gruppe am Standort Tangstedt den Übergang von der Prototypenfertigung zur seriellen Produktion der NeoOil P5-Pyrolyseanlagen vollzogen. Damit wurde ein zentraler Meilenstein in der Industrialisierung der Technologie erreicht. Die Produktion ist darauf ausgelegt, standardisierte Anlagenmodule effizient zu fertigen und gleichzeitig kundenspezifische Anforderungen flexibel zu integrieren.
Vor der Auslieferung durchläuft jede Anlage eine umfassende Test- und Validierungsphase einschliesslich Factory- und Signaltests. Nach erfolgreichem Abschluss aller Prüfungen erfolgt die finale Abnahme im Rahmen eines Factory Acceptance Tests, der durch unabhängige Drittparteien begleitet wird. Anschliessend werden die Anlagen in transportfähige Module zerlegt, ausgeliefert und vor Ort installiert.
Durch gezielte Investitionen in zusätzliche Produktions- und Automatisierungskapazitäten wurde die Leistungsfähigkeit des Standorts nachhaltig gestärkt. Insgesamt konnte enespa den Umsatz mit AdBlue®-Erzeugnissen verdreifachen.
Gleichzeitig war das Jahr durch ein herausforderndes Marktumfeld geprägt: Intensiver Preiswettbewerb im europäischen Markt und gestiegene Beschaffungskosten für den zentralen Rohstoff technisches Urea belasteten die Margen. Die noch nicht vollständig erreichte Skalenauslastung führte zu unterdurchschnittlicher Fixkostendeckung, sodass ein leicht negatives EBITDA ausgewiesen wurde.
Für 2026 erwartet enespa eine deutliche Ausweitung der Geschäftstätigkeit. Grundlage sind verbesserte Beschaffungsstrategien — insbesondere langfristig gesicherte Einkaufsvolumina für technisches Urea — sowie laufende Optimierungen in Produktion, Automatisierung und interner Logistik. Angestrebt werden eine Umsatzverdoppelung und ein verbessertes operatives Ergebnis.
2025 konnte enespa die Produktion am Standort Hoyerswerda gegenüber dem Vorjahr um gut ein Drittel steigern. Trotz operativer Fortschritte blieb die Auslastung der vorhandenen Kapazitäten deutlich hinter den Erwartungen zurück, insbesondere infolge technischer Einschränkungen der grossvolumigen Aufbereitungsanlage. Die unzureichende Skalenausnutzung führte zu einem erneut negativen EBITDA-Beitrag.
Geplante Wertschöpfungspotenziale im Bereich zertifizierter nachhaltiger Produktöle konnten noch nicht realisiert werden, da sich externe Zertifizierungsprozesse verzögerten. Eingeleitet wurden eine umfassende Revision der bestehenden Anlage sowie Massnahmen zur Kapazitätserweiterung. Die Rohstoffe stammen überwiegend aus der Automobilindustrie sowie in geringerem Umfang aus Schifffahrt und Heizöltanks.
Ein zentraler Meilenstein war die ISO-9001-Zertifizierung der unabhängigen F&E-Abteilung sowie die Vorbereitung auf eine spätere Laborakkreditierung nach ISO/IEC 17025. Erfahrene Spezialisten aus der Kraftstoff- und Raffinerieanalytik verstärkten das Team; Labor- und Technikumsbereiche wurden modernisiert und um zusätzliche Analysegeräte erweitert.
Die eigens entwickelte «enespa Feedstock Analysis» (SeFSA) wurde weiter verfeinert und ist in mehreren internationalen Projekten verankert, unter anderem in Finnland und den USA. Sie steht zusätzlich als Dienstleistung für externe Kunden zur Verfügung.
Zum Jahresende entwickelte das Team ein neues Verfahren zur Reinigung von Pyrolyseölen, mit dem unerwünschte Begleitstoffe wie Chlor-, Phosphor- und Stickstoffverbindungen deutlich reduziert werden können. Die Technologie wurde zum Patent angemeldet.
Dr. Albert Paparo über Missverständnisse beim chemischen Recycling, die Grenzen mechanischer Verfahren und einen milliardenschweren Zukunftsmarkt.
Mechanisches Recycling gilt aktuell als Industriestandard. Wo stösst das Verfahren an Grenzen?
Beim wiederholten mechanischen Recycling gehen Additive verloren und die Polymerketten verändern sich. Die ursprünglichen Eigenschaften des Kunststoffs lassen sich irgendwann nicht mehr reproduzieren. Ausserdem eignen sich mechanische Verfahren nur für relativ saubere, sortenreine Kunststoffe. Gerade Verpackungen bestehen aber oft aus Verbundstoffen.
Was kann chemisches Recycling besser?
Es gibt keine Grenzen, wie oft Kunststoff chemisch recycelt werden kann. Unser Verfahren erlaubt die Verarbeitung gemischter und verunreinigter Abfälle und erzeugt hochwertige Rezyklate, weil es die chemische Struktur aufbricht. Ein wichtiger Punkt: Recycling heisst nicht, dass aus Kunststoff stets wieder Kunststoff entstehen muss.
Ein häufiger Vorwurf: Chemisches Recycling verbrauche zu viel Energie.
Entscheidend ist, ob sich der Energieeinsatz lohnt. Die Einsparung an Erdöl wird oft ausser Acht gelassen. Ebenso wird nicht betrachtet, dass das Pyrolysegas zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Unter dem Strich sparen wir Energie und damit CO₂ ein. Zudem kommt unsere Pyrolyse bei Polyolefinen ohne aufwendige Katalysatoren aus.
Ihr Labor in Deutschland hat kürzlich eine wichtige Zertifizierung erhalten. Was bedeutet das?
Wir haben die Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen und bereiten uns auf die Laborakkreditierung nach ISO/IEC 17025 vor. Das stärkt die Qualitätssicherung und die industrielle Einsetzbarkeit unserer Analytik erheblich. Unsere eigens entwickelte «enespa Feedstock Analysis» ist inzwischen fest in mehreren internationalen Projekten verankert, etwa in Finnland und den USA, und wir bieten sie auch als Dienstleistung für externe Kunden an. Die Nachfrage wächst, denn ohne verlässliche Feedstock-Analytik gibt es keine Kundengewinnung.


Mich reizt an enespa die einzigartige Verbindung von Ingenieurskunst und Umweltverantwortung. Wir haben hier die Chance, eine Technologie in den industriellen Alltag zu überführen.

Die Signale aus der Politik weisen klar in eine Richtung: Chemisches Recycling wird regulatorisch zunehmend als wichtiger Bestandteil einer modernen Kreislaufwirtschaft anerkannt. Das ist eine Entwicklung, die wir seit Jahren erwartet haben – und die unsere strategische Ausrichtung bestätigt.

2025 stand für uns im Zeichen des Aufbaus: Wir haben unsere Finanzorganisation, unsere Steuerungsinstrumente und unsere Prozesse gezielt weiterentwickelt, um die wachsende Komplexität der Gruppe erfolgreich zu begleiten und die Grundlage für die nächste Unternehmensphase zu schaffen.

Als Unternehmenskommunikation ist es unsere Aufgabe, technologische Innovation in eine Geschichte zu übersetzen, die Menschen begeistert und Investoren überzeugt. ‹Plastik hat zwei Leben – das zweite heisst Öl› war dafür der erste Satz. Heute erzählen wir diese Geschichte weiter, denn enespa steht nicht mehr für eine einzelne Technologie, sondern für ganzheitliche Lösungen entlang der gesamten Recycling-Wertschöpfungskette.

Stand vom 31. Dezember 2025.
Verwaltungsrat
Geschäftsführung
Tätigkeiten
Tangstedt, Deutschland
100 % enespa ag
Balzers, Fürstentum Liechtenstein
100 % enespa ag
Appenzell, Schweiz
60 % enespa ag
Tangstedt, Deutschland
100 % enespa technologies ag
Delaware, USA
70 % enespa technologies ag
Tangstedt, Deutschland
60 % enespa technologies ag
Finnland · Beteiligung
40 % enespa technologies ag
Schweiz · Beteiligung
33 % enespa technologies ag
Die Anzahl Mitarbeitender der enespa-Gruppe hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht und liegt bei knapp 61 Vollzeitstellen und 71 Mitarbeitenden. Am Standort Appenzell sind 21 Vollzeitstellen besetzt.
Aufgrund der Projektverzögerungen hat sich die Auftragspipeline in das Geschäftsjahr 2026 verlagert. Per 30. Juni 2026 befindet sich enespa in konkreten Gesprächen und Vertragsverhandlungen zu Kundenprojekten mit einem potenziellen Gesamtvolumen von CHF 30 bis 42 Millionen.
enespa ag, Appenzell — per 31. Dezember, in Schweizer Franken.
Total Aktiven
—
2024: —
Flüssige Mittel
—
2024: —
Total Eigenkapital
—
2024: —
Jahresverlust
—
2024: —
Aufgliederung der Erfolgsrechnung 2025. Die Positionen sind Platzhalter und müssen aus der Buchhaltung ergänzt werden.
| in CHF | 2025 | 2024 | 2023 |
|---|
| in CHF | 2025 | 2024 | 2023 | Veränderung 25 zu 24 |
|---|---|---|---|---|
| Aktiven | ||||
| Flüssige Mittel | — | — | — | |
| Forderungen und übrige kurzfristige Aktiven | — | — | — | |
| Total Umlaufvermögen | — | — | — | |
| Finanzanlagen und Beteiligungen | — | — | — | |
| Sachanlagen und immaterielle Werte | — | — | — | |
| Total Anlagevermögen | — | — | — | |
| Total Aktiven | — | — | — | |
| Passiven | ||||
| Kurzfristiges Fremdkapital | — | — | — | |
| Langfristiges Fremdkapital | — | — | — | |
| Total Fremdkapital | — | — | — | |
| Aktienkapital | — | — | — | |
| Gesetzliche Kapitalreserve | — | — | — | |
| Bilanzverlust | — | — | — | |
| Total Eigenkapital | — | — | — | |
Die Vergleichswerte 2023 und 2024 sind geprüft. Die Werte 2025 sowie die Aufgliederung der Erfolgsrechnung sind Platzhalter und werden nach Vorliegen der revidierten Jahresrechnung ersetzt. Konzernrechnung und Revisionsbericht folgen als separate Abschnitte beziehungsweise als PDF-Download.
Die technologischen Risiken haben sich deutlich reduziert. Referenzanlagen auf TRL-Level – und die ISCC+-Zertifizierung belegen die industrielle Reife. Wettbewerbsdruck durch kostengünstige Anbieter besteht weiterhin.
Zeitliche Verschiebungen bei Projektumsetzungen, verzögerte Umsatzrealisierungen und zusätzliche Skalierungskosten führten zu einem negativen Ergebnis. Es besteht weiterhin erhöhter Finanzierungsbedarf für Industrialisierung, Skalierung und internationalen Marktausbau.
Zahlungsströme in USD und EUR sowie Investitionen in Auslandsmärkten begründen Währungsrisiken. enespa steuert aktiv, unter anderem über natürliche Absicherung und selektives Hedging bei grösseren Projekten.
Verzögerungen bei Projekten, technische Einschränkungen und Abhängigkeiten entlang der Lieferketten bleiben zentrale Risiken. Standardisierung der Produktionsprozesse reduziert operative Unsicherheiten schrittweise.
Mit dem Ausbau der Organisation reduziert sich die Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselpersonen. Der Bedarf an qualifiziertem Fachpersonal in einem spezialisierten technologischen Umfeld bleibt hoch.
Das regulatorische Risiko hat sich signifikant reduziert. Künftige Risiken bestehen primär in der konkreten Umsetzung regulatorischer Anforderungen, etwa bei Zertifizierung und Massenbilanzierung.
Mit wachsender Sichtbarkeit nimmt die Bedeutung der Reputation zu. Verzögerungen oder technologische Herausforderungen können sich stärker auf die Wahrnehmung auswirken.
Die enespa Gruppe entwickelt ihr Geschäftsmodell konsequent in Richtung höherer Wertschöpfungstiefe und stabilerer Ertragsströme.
Ergänzend zum bisherigen Fokus auf Engineering und Anlagenbau wird der Betrieb eigener sowie partnerschaftlich betriebener Anlagen gezielt ausgebaut, um wiederkehrende Umsätze und operative Cashflows zu generieren. Unter dem Advanced-Recycling-Modell versteht enespa die integrierte Abdeckung der gesamten Wertschöpfungskette — von der Rohstoffaufbereitung und Vorbehandlung über die Verarbeitung bis zur Vermarktung der Endprodukte.
Langfristig verfolgt enespa einen technologieoffenen Ansatz und erweitert das Portfolio über die Pyrolyse hinaus auf weitere Recyclingverfahren, insbesondere mechanische Lösungen.
Der ausgewiesene Jahresverlust reflektiert primär zeitliche Verschiebungen in der Umsatzrealisierung sowie gezielte Vorleistungen im Rahmen der Skalierung. Gleichzeitig wurden wesentliche Voraussetzungen für das weitere Wachstum geschaffen: der Ausbau der Projektpipeline, die Realisierung erster industrieller Referenzanlagen sowie der Abschluss langfristiger Kundenverträge.
Vor diesem Hintergrund beurteilt der Verwaltungsrat die mittelfristigen Aussichten als positiv und erwartet, dass sich die getätigten Investitionen sukzessive in steigenden Umsätzen, verbesserter Visibilität und zunehmender Ergebnisqualität niederschlagen.