Projekt Rio
COPPE
Kennzahlen
- Start: 21. März 2025
- Partner: COPPE, Fluxo
- Projekt-Typ: Plastic-to-Oil Anlage, die bis zu einer Tonne Plastikabfall in Pyrolyse-Öl (PPO) umwandelt, inkl. Schredder für die Zerkleinerung des Input-Materials sowie Fackel für die thermische Oxidation von nicht kondensierbaren Gasen.
Die enespa-Gruppe verkauft eine Kubus-Anlage an COPPE, das renommierte Ingenieurinstitut der Staatsuniversität Rio de Janeiro (UFRJ), und stärkt damit die wissenschaftliche Forschung im Bereich chemisches Recycling. Die Anlage ermöglicht es Forschenden, sich intensiv mit der Technologie zu beschäftigen.
Update 19. November 2025
Einweihung und Inbetriebnahme
Es ist soweit: Unsere enespa-Pilotanlage steht im Zentrum der neuen Kreislaufwirtschaftsinitiative Brasiliens!
Am 18. November wurde an der COPPE/UFRJ in Rio de Janeiro der neue Fachbereich für Kreislaufwirtschaft eröffnet – und unsere Kubus-Pilotanlage stand im Mittelpunkt. Die Pyrolyseanlage wurde feierlich für den Forschungs- und Demonstrationsbetrieb übergeben. Dies markiert einen wichtigen Meilenstein für enespa und gleichzeitig den Startschuss für das chemische Recycling in Südamerikas grösster Volkswirtschaft.
Unter den rund 150 Gästen befanden sich Vertreter der Projektträger sowie wichtige Stakeholder wie Petrobras, Braskem und mehrere NGOs. enespa war vor Ort vertreten durch Ben Richters (CTO) und João Esteves (CEO ENESPA USA).
Von links: Ben Richters, Joao Esteves , Maíra Taynara MSc, Ph.D and José Carlos (COPPE), wagner montanari, Daniel Barros, Fábio André and Danielle Barbosa (FLUXO)
Forschung, die Wirkung zeigt
Unsere Kubus-Anlage verarbeitet bis zu 1 Tonne Kunststoffabfall pro Tag – kompakt, modular und ideal für Forschung und spätere Skalierung. Und das sind die nächsten Schritte:
- Inbetriebnahme bis Jahresende
- Pyrolyseversuche in Q1/Q2 2026
- Öl-Tests in Petrobras-Raffinerien und Braskem-Steamcrackern
Damit entsteht ein zentraler Ort, an dem die Integration von Pyrolyseöl in bestehende industrielle Prozesse real getestet und weiterentwickelt werden kann.
Gemeinsam erschliessen wir einen neuen Markt
Die Anlage wird zusammen mit unseren Partnern Fluxo und den Forschungsteams der COPPE betrieben. Sie dient zugleich als Showcase, um Industrieunternehmen und Entscheidungsträgern das Potenzial des chemischen Recyclings live zu demonstrieren.
Die Gespräche mit Petrobras und Braskem haben uns gezeigt: Brasilien sucht aktiv nach skalierbaren Lösungen für sein Kunststoffabfallproblem – und enespa ist bereit, diese Technologie zu liefern.
Ein Meilenstein für Brasilien und für enespa
Für Brasilien bedeutet die Anlage einen wichtigen Schritt hin zu einer modernen Kreislaufwirtschaft. Für enespa bedeutet sie:
- einen frühen Markteintritt,
- den Aufbau strategischer Industriepartnerschaften,
- und die Chance, unser globales Wachstum weiter voranzutreiben.
Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir das chemische Recycling als festen Bestandteil der Kreislaufwirtschaft etablieren – in Brasilien und weltweit.
April 2025
Eine Reise mit Potenzial
In wenigen Wochen wird die Anlage in Rio eintreffen. Damit beginnt für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor Ort eine neue Phase der Forschung. Ihr Ziel ist, herauszufinden, wie sich Kunststoffabfälle effizient in wertvolle Rohstoffe umwandeln lassen. Das erste Projekt im Bereich des chemischen Recyclings ist für Brasilien ein wichtiger Schritt in der Entwicklung nachhaltiger Technologien. Dank ihrer kompakten Bauweise eignet sich die Kubus-Anlage ideal für Forschungszwecke und könnte auch für andere Institute und deren Forschende von Interesse sein.
Standort
Forschung als Schlüssel für die Kreislaufwirtschaft
Begleitet wird die Anlage auf ihrer Reise von einem Schredder für die Zerkleinerung des Input-Materials sowie einer Fackel für die thermische Oxidation von nicht kondensierbaren Gasen. Die Plastic-to-Oil-Anlage kann täglich bis zu eine Tonne Plastikabfall in ein wertvolles Pyrolyse-Öl (PPO) umwandeln.
Für enespa ist das Projekt ein wichtiger Schritt. «Forschung ist essenziell, um das volle Potenzial des chemischen Recyclings auszuschöpfen», so der Leiter des Projekts. «Mit dieser Anlage schaffen wir die Grundlage für neue Erkenntnisse, die zur Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft beitragen.»
enespa betreibt bereits eine identische Testanlage an seinem deutschen Standort in Tangstedt, Schleswig-Holstein. Diese Anlage wird genutzt, um die einzigartige Pyrolysetechnologie von enespa kontinuierlich zu verfeinern und weiterzuentwickeln.
Die Reise soll weitergehen
Die Reise der Anlage endet in Rio. Jene der enespa nicht. Das Unternehmen sieht Potenzial für weitere Projekte und hofft, dass die Forschungsanlage in Rio als Showanlage dienen kann, um weitere Unternehmen und Institutionen vom Pyrolyseverfahren zu überzeugen. Der lokale Distributor Fluxo hilft uns, die Forschungsanlage interessierten Partnern zugänglich zu machen. Zudem wird das Projekt durch das Forschungszentrum eines namhaften brasilianischen Unternehmens finanziert, was die Bedeutung des Themas für die Region Rio unterstreicht.
Was für uns in den Produktionshallen in Tangstedt begann, wird künftig dazu beitragen, das Potenzial des chemischen Recyclings weltweit zu erschliessen. Damit wollen wir einen Beitrag zur Bewältigung des globalen Plastikproblems leisten. Gerade in Lateinamerika, wo Plastikmüll eine grosse Herausforderung darstellt, kann die Erforschung neuer Recyclingtechnologien entscheidende Lösungen bieten.
Chance für Brasiliens Plastikabfall-Problem
enespa möchte das chemische Recycling als essenziellen Bestandteil der Kreislaufwirtschaft etablieren und Bewusstsein für nachhaltige Lösungen schaffen. Dafür ist eine Forschungsanlage an einer renommierten Universität ideal. Hier entstehen Innovationen, die den Weg in eine ressourcenschonende Zukunft ebnen. Gleichzeitig gibt die Anlage jungen Forschenden die Möglichkeit, chemisches Recycling weiterzuentwickeln und innovative Lösungen für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu erarbeiten. So kann Brasilien langfristig sein Plastikabfall-Problem angehen – zum Nutzen zukünftiger Generationen.
Partner

Das Institut Alberto Luiz Coimbra für Aufbaustudien und Forschung in Ingenieurwissenschaften, genannt COPPE, ist eine führende Hochschuleinrichtung für Ingenieurwissenschaften in Lateinamerika. Als integraler Bestandteil der Staatsuniversität von Rio de Janeiro (UFRJ) bietet COPPE eine breite Palette von Master- und PhD-Programmen in verschiedenen Ingenieurdisziplinen an.
Mit einem starken Fokus auf Forschung und Innovation arbeitet COPPE eng mit Industrie, Regierung und anderen akademischen Institutionen zusammen, um technologische Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Die Einrichtung ist bekannt für ihre Beiträge in Bereichen wie Energie, Umwelt, Technologie und nachhaltige Entwicklung.

Fluxo ist enespas Repräsentant und Distributor in Brasilien. Das Unternehmen unterstützt die Einführung der Technologie vor Ort und ermöglicht es potenziellen Interessenten, die Anlage zu besichtigen und Labortests durchzuführen.
Mit jedem Projekt besser
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